Pflegefachmann/-frau (ab 2020)

Pflege
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Yvonne Bünger-Ernstson (Abteilungsleitung)

Raum: C069

Zeit
Vorbildung

Durch die generalisierte Pflegeausbildung werden die Berufe Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zu einem Pflegeberuf zusammengelegt. Dadurch wird der Pflegeberuf modernisiert und den veränderten Anforderungen angepasst, mit dem Ziel eine  hochwertige und zeitgemäße Ausbildung anzubieten, die der Ent­wicklung der Gesellschaft Rechnung trägt.

Die Qualität der Ausbildung ist durch fachlich und pä­dagogisch qualifizierte Lehrkräfte und durch eine enge Verzahnung von Schule und Betrieben  gewährleistet. Die Anleitung und Begleitung in den Betrieben ist ge­setzlich verankert.

Pflege ist ein spannender und vielfältiger Beruf, der Verantwortungsbewusstsein, selbstständiges Handeln sowie ein hohes Maß an Fach- und Sozialkompetenz voraussetzt. Die generalistische Pflegeausbildung  ist ein moderner Gesundheitsfachberuf mit vielen beruflichen Perspektiven, wohnortnahen Arbeitsplätzen und Zukunftssicherheit.

 

Beschreibung der Ausbildung

Pflege ist ein spannender und vielfältiger Beruf, der Verantwortungsbewusstsein, selbständiges Handeln sowie ein hohes Maß an Fach- und Sozialkompetenz voraussetzt. Pflege ist ein moderner Gesundheitsfachberuf mit vielen beruflichen Perspektiven, wohnortnahen  Arbeitsplätzen und Zukunftssicherheit. Die Zahl der älteren Menschen wird durch die längere Lebenserwartung in den nächsten Jahren kontinuierlich steigen. Das wird zu einem deutlichen Anstieg des Bedarfs an professionellen Pflegekräften führen.
Die dreijährige Berufsfachschule Pflegefachmann/frau erwartet von Ihnen Freude am Umgang mit Menschen, Einfühlungsvermögen sowie Interesse an sozialen, pflegerischen und medizinischen Aufgaben. Sie sollten Bereitschaft zu körpernaher Arbeit mitbringen, gerne in Teams arbeiten und bereit sein, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen.

Der erfolgreiche Besuch dieser Berufsfachschule vermittelt:

  • den beruflichen Abschluss „Pflegefachmann/frau“
  • und die erfolgreiche Teilnahme an einem Unterrichtszusatzangebot ermöglicht das Erreichen der Fachhochschulreife und damit die Option an einer Fachhochschule zu studieren, die fachspezifische Studiengänge im Gesundheits- und Pflegebereich anbietet.

Aufnahmevoraussetzungen

In die dreijährige Berufsfachschule Pflegefachmann/frau kann aufgenommen werden, wer:

  • den Sekundarabschluss I-Realschulabschluss oder einen gleichwertigen Bildungsstand nachweist,
  • über eine abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert, verfügt,
  • die Abschlussprüfung an der Berufsfachschule Pflegeassistenz bestanden hat,
  • die Berufsbezeichnung Altenpflegehelfer/in oder Krankenpflegehelfer/in führen darf
  • einen Hauptschulabschluss und eine abgeschlossene Ausbildung hat.

Die Ausbildung erfolgt in Zusammenarbeit mit einem Träger der praktischen Ausbildung, d. h. in die Schule kann nur aufgenommen werden, wer einen Ausbildungsvertrag mit einer der folgenden Einrichtungen abgeschlossen hat: a) einem Heim, b) einer stationären oder c) einer ambulanten Pflegeeinrichtung.

Inhalte

Die Ausbildung vermittelt die Kenntnisse und Kompetenzen, die zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Pflege, Betreuung, Begleitung und Beratung Menschen aller Altersgruppen erforderlich sind (PflBG, PflAPrV).

Link zur Bundesagentur für Arbeit

Ablauf der Ausbildung

Ausbildung in der Schule

Unterricht: 2380 Stunden Schulunterricht in Theorie und Praxis

Praktische Ausbildung

Die praktische Ausbildung umfasst 2500 Stunden. Den praktischen Ausbildungsplatz können Sie frei wählen. Bei der Einrichtung muss es sich entweder um eine stationäre Pflegeeinrichtung oder eine ambulante Pflegeeinrichtung handeln, deren Tätigkeitsbereich die Pflege Menschen aller Altersgruppen umfasst. Die praktische Ausbildung erfolgt primär an festgelegten Wochentagen.

Die praktische Ausbildung beginnt in Ihrem Ausbildungsbetrieb. Die weiteren Praxiseinsätze werden von der Schu­le koordiniert und finden in verschiedenen Einsatzberei­chen, die gesetzlich vorgeschrieben sind, statt.

Ausbildungsvertrag 

Wichtig: Vor Beginn der schulischen Ausbildung müssen Sie mit einer Einrichtung Ihrer Wahl einen Ausbildungsvertrag abschließen. Die Einrichtung zahlt eine Ausbildungsvergütung. Ihr Jahresurlaub fällt in die unterrichtsfreie Zeit.

Abschluss

Der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung befähigt Sie zum Führen der Berufsbezeichnung Pflegefachmann/frau.

Zusätzlich erhält man bei erfolgreicher Abschlussprüfung den Erweiterten Sekundarabschluss I.

Wird zu Beginn der Ausbildung das Erreichen der Fachhochschulreife angestrebt, so ist ein Antrag bei der Schulleitung zu stellen.

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Anmeldung

Bitte legen Sie mit der Anmeldung bis spätestens 28. Februar des jeweiligen Jahres folgende Unterlagen vor:

  • vollständiger Aufnahmeantrag (online Anmeldung)
  • tabellarischer Lebenslauf
  • letztes Halbjahreszeugnis
  • evtl. weitere Unterlagen, wenn diese mit der Anmeldebestätigung angefordert werden
Besonderer Hinweis:

Am Tag der Einschulung muss ein Ausbildungsvertrag mit einem Träger der praktischen Ausbildung vorliegen (s. Praktische Ausbildung).
Ohne Ausbildungsvertrag können Sie nicht eingeschult werden.

Ausbildungskosten

Der Schulbesuch ist kostenlos.

Während des Schuljahres fallen folgende Kosten an:

  • Verbrauchs- und Materialkosten für den Unterricht
  • Kopiergeld, Schülerausweis

Ausbildungsvergütung

  1. Ausbildungsjahr:   1.140,49 EUR
  1. Ausbildungsjahr:   1.202,07 EUR
  2. Ausbildungsjahr:   1.303,38 EUR

Inhalte

Stundentafel

Berufsübergreifender Lernbereich
Deutsch, Englisch, Politik, Religion

Berufsbezogener Lernbereich
Der berufsbezogene Lernbereich wird in Lernfeldern unterrichtet. Hier werden theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt.

Der berufsbezogene Lernbereich umfasst 2100 Stunden. In den 11 curricularen Einheiten werden theoretische und praktische Kenntnisse vermittelt.

Besonderheiten im Verlauf der Ausbildung

Durch die Teilnahme am Unterrichtszusatzangebot, können Sie die Fachhochschulreife erlangen und erhalten die Möglichkeit an einer Fachhochschule zu studieren, die fachspezifische Studiengänge im Gesundheits- und Pflegebereich anbietet (Pflege, Pflegewissenschaft, Pflegemanagement, Pflegepädagogik).

Prüfungen

Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen, drei mündlichen Teilen und einer praktischen Prüfung im Ausbildungsbetrieb.

Berufliche Perspektiven/Karrierechancen

Der erfolgreiche Abschluss eröffnet Ihnen interessante berufliche Perspektiven, wie u. a.:

  • Fachpfleger/-in für Gerontopsychiatrie
  • Leiter/-in eines ambulanten Pflegedienstes
  • Pflegedienstleitung
  • Lehrkraft für die Altenpflegeausbildung
  • Pflegedienstleiter
  • Staatlich anerkannter Stationsleiter
  • Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen
  • Betriebswirt im Gesundheitswesen
  • Fachkrankenpfleger mit verschiedenen Schwerpunkten