Godly Play

godly play

"Godly Play" an der BBS1 – ein Workshop für Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Fachschule Sozialpädagogik im Rahmen des Religionsunterrichtes am Lernort Schule

 

Im Rahmen des Religionsunterrichtes fand am 05.03.2019 in den Klassen 1 der Fachschule Sozialpädagogik ein Workshop zum religionspädagogischen Ansatz des „Godly Play“ statt. Dafür konnte die zertifizierte Fortbildnerin Frau Birgit Holstein als Referentin gewonnen werden. 

Bild

„Godly Play“ (Gott im Spiel) basiert auf den Prinzipien der Pädagogik Maria Montessoris, in deren Zentrum die kindliche Aufforderung steht „Hilf mir es selbst zu tun“ und stellt somit ein imaginatives Konzept spiritueller Bildung dar, welches die Kinder dazu ermutigt zu theologisieren. 

„Es traut ihnen zu, Gott spielend und hörend, feiernd und gestaltend, staunend und redend zu begegnen, dabei wird die kindliche Vorstellungskraft herausgefordert“(vgl. https://www.godlyplay.de/images/stories/Literatur/crp_4-2004.pdf, S. 39).

Nach der Vorstellung der Entwicklung des Konzeptes in den USA bis hin zu seiner Ausbreitung in Deutschland, lag der Schwerpunkt der Referentin auf der Darstellung der besonderen Raumgestaltung und -ordnung, der Materialien sowie der Sequenzphasen einer „Godly Play-Einheit. Dann erfolgte die praktische Umsetzung einer biblischen Erzählung in der Art und Weise, wie Frau Holstein dieses mit Kindergartenkindern durchführt. Hierfür hatte sie die alttestamentliche Geschichte von Abraham und Sara ausgewählt. Auf dem Boden sitzend breitete sie eine Wüstenlandschaft mit Hilfe eines mit Sand gefüllten Wüstensackes aus und erzählte den Fachschülerinnen und -schülern von Abrahams Erfahrungen zur Zeit des babylonischen Exils.

bild

Dazu verwendete sie eine spezielle Erzähltechnik und setzte hochwertige aber schlichte Godly Play Figuren und Symbole ein. Absolut schweigend hörten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte an und beobachteten dabei die Darstellung der Handlung im Wüstensand. Im Anschluss erfolgte eine Fragerunde als Impuls für ein Ergründungsgespräch, wie sie auch in der Arbeit mit Kindern angewendet wird:

• Was war für dich am wichtigsten in der Geschichte?

• Wo kommt ihr in der Geschichte vor? An welcher Stelle erzählt die Geschichte etwas

  von euch?

• Könnte man etwas weglassen und hätte immer noch alles, was wir für die Geschichte

  gebraucht wird?

Nach der biblischen Erzählung hatten die Fachschülerinnen und -schüler Gelegenheit um Fragen zu stellen. Danach stellte Frau Holstein ihre weiteren „Godly Play“- Materialien vor, die sie mitgebracht hatte, z.B. zu biblischen Themen wie Schöpfung, Noah, den Gleichnissen, dem christlichen Jahreskreis oder der Weihnachtsgeschichte. Auch Literatur zu „Godly Play“ konnten die Fachschülerinnen und -schüler begutachten. Zum Abschluss reflektierten alle das vorgestellte Konzept sehr differenziert und ausgiebig. 

Wir bedanken uns sehr herzlich für diese gelungene und informative Veranstaltung bei Frau Birgit Holstein. 

 

Stefanie Chrosciewski

(Religionslehrerin)

 

bild