Post aus dem Kultusministerium

mk

Liebe Schülerinnen und Schüler,

ich hoffe, Sie hatten schöne Sommerferien und konnten sich ein wenig von dem sehr besonderen letzten Schuljahr erholen, so dass Sie jetzt voller Energie wieder starten können.

Um einen guten Start in das neue Schuljahr zu gewährleisten und die unsichere Situation hinsichtlich der Reiserückkehrer aus den Urlaubsregionen zu berücksichtigen, werden wir die Sicherheitsvorkehrungen in Schulen in den ersten Wochen nach den Sommerferien intensivieren. Wir spannen damit ganz bewusst ein „Sicherheitsnetz“, um maximale Präsenz bei maximaler Sicherheit anbieten zu können. Genau das ist es, was Sie uns in Ihren Briefen, Mails und in den Schülerkonferenzen mitgegeben haben – Sie möchten in die Schule, alle und gemeinsam.

Aktuell liegen auch in Niedersachsen die Inzidenzen besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr hoch. Diese Infektionen können aufgrund der Ferien nicht in der Schule stattgefunden haben, sie werden dort aber ab Schulbeginn in besonderem Maße eine Rolle spielen, so dass besondere Schutzmaßnahmen gerade am Anfang des Schuljahres zwingend erforderlich sind.

Es gilt deshalb:

  • Mehr Testen! Die ersten sieben Schultage wird täglich getestet, dann 3x pro Woche. Die Tests werden weiterhin kostenlos durch die Schule verteilt. Wer geimpft oder genesen ist, muss sich nicht testen. Das entspricht der Empfehlung des Landesgesundheitsamtes.
  • Maske auch im Unterricht! Die Maske hilft besonders gut dabei, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Sie ist ein besonders wirksamer und deshalb wichtiger Baustein im Infektionsschutz und verhindert in der Regel auch, dass komplette Klassen in Quarantäne gehen müssen. Dabei muss niemand den ganzen Schultag lang Maske tragen. Es werden immer wieder Pausen gemacht, z. B. auf dem Schulhof oder beim Essen.
  • Regelmäßig lüften! Auch wenn es Lüftungsgeräte in einem Klassenraum gibt, muss weiter regelmäßig gelüftet werden. Diese Geräte können das Fensterlüften nur ergänzen, nicht ersetzen. Sie verhindern auch nicht, dass eine Maske getragen werden muss.

Es ist im neuen Schuljahr nicht mehr möglich, sich vom Präsenzunterricht befreien zu lassen, wenn Sie sich nicht testen lassen wollen. Diese Möglichkeit gibt es in Ihrer Altersgruppe nur noch für Schülerinnen und Schüler, die zu den Risikogruppen laut RKI gehören und

  • aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können oder
  • an deren Schule durch das Gesundheitsamt eine Infektionsschutzmaßnahme verhängt wurde.

Ich weise in diesem Zusammenhang darauf hin, dass weiterhin die Schulpflicht gilt. In den letzten Monaten hat sich das Testen zu Hause sehr gut eingespielt, die Abläufe sind längst vertraut und gehören zur wöchentlichen Routine. Ich bin davon überzeugt, dass sich daran auch durch die geänderte Taktung nichts ändert.

Ich möchte an dieser Stelle gerne noch auf den viel diskutierten Einsatz von Lüftungsanlagen eingehen, da es hier einige weit verbreitete Missverständnisse aufzuklären gilt: Zum einen ist es wichtig zu wissen, dass die Entscheidung über die Anschaffung immer bei den Schulträgern liegt. Das Land fördert die Anschaffung, wenn eine ordnungsgemäße Belüftung über die Fenster nicht gewährleistet ist. Hierfür wurden erneut 20 Mio. Euro bereitgestellt, weitere Mittel werden folgen. Zum anderen gilt aber auch: Selbst wenn das Lüften in einem Raum technisch unterstützt wird, kann auf die Fensterlüftung nicht verzichtet werden. Es bleibt dann trotzdem dabei, dass in regelmäßigen Abständen die Fenster geöffnet werden, der Einsatz von Lüftungsgeräten ist immer nur ergänzend zu sehen, nicht ersetzend. Gleiches gilt für das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung. Auch das fällt nicht weg, wenn eine Luftfilteranlage o. ä. zum Einsatz kommt.

Alle Maßnahmen – das Lüften, die technische Unterstützung bei nicht vollständiger Fensteröffnung, die Mund-Nasen-Bedeckung, das regelmäßige Testen, die Handhygiene und die festen Lerngruppen - wirken wie Puzzleteile zusammen. Jede einzelne Maßnahme für sich allein genommen reicht für den Infektionsschutz nicht aus, alle zusammen sorgen aber dafür, dass Schulen sichere Orte sind und bleiben und Präsenzunterricht für alle stattfinden kann – und das ist und bleibt unser erklärtes Ziel.

Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang das Impfen. Erfreulicherweise nehmen in Niedersachsen besonders viele Jugendliche ab 12 Jahren sowie der weitaus größte Teil der Lehrkräfte das Impfangebot wahr und tragen so zusätzlich zur Sicherheit in den Schulen bei.

Für alle, die sich kurzentschlossen ebenfalls impfen lassen möchten, läuft derzeit noch die Sonder-Impfaktion mit vielen terminfreien Angeboten quer durch Niedersachsen, aber auch über die Hausärzte in Niedersachsen ist eine Impfung weiterhin möglich. Genaue Informationen, Orte und Termine finden Sie unter folgendem Link:

https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/hinweise-zur-corona-schutz-imp…

Die aktuelle Regelung mit den oben beschriebenen Maßnahmen ist bis zum 22.09.2021 in Kraft. Ich bitte Sie herzlich um Ihre Unterstützung in der Umsetzung. Gemeinsam werden wir auch diese Phase der Pandemie gut überstehen! Wir arbeiten bereits jetzt an den nächsten Schritten. Passen Sie gut auf sich auf und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

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