Post aus dem Kultusministerium

mk

Liebe Schülerinnen und Schüler,

die „vierte Welle“ der Corona-Pandemie hat uns mittlerweile fest im Griff und diese äußerst dynamische Entwicklung geht auch am Schulbetrieb nicht spurlos vorüber. Wir knüpfen unser Sicherheitsnetz also noch einmal enger, um den Präsenzunterricht auch weiterhin bestmöglich abzusichern und die Schulen offen zu halten. Denn auch wenn einige von Ihnen Gefallen am Wechselunterricht im Szenario B gefunden hatten, so haben uns die Erfahrungen im vergangenen Jahr doch deutlich gezeigt, dass auch ein noch so gut umgesetztes Distanzangebot das gemeinsame Lernen in der Schule nicht ersetzen kann.

Ab morgen tritt eine Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes in Kraft. Ein wichtiger Baustein dieser bundesgesetzlichen Regelung ist die verbindliche Vorgabe, dass am Arbeitsplatz grundsätzlich „3 G“ gilt, d. h. jede/r Beschäftigte muss nachweisen, dass er oder sie vollständig geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet ist. Das gilt selbstverständlich auch für das schulische Personal und wird erheblich zum Schutz aller Beteiligten beitragen.

Für die Schülerinnen und Schüler, die nicht geimpft oder genesen sind, bleibt es bei drei wöchentlichen Testungen zu Hause. Sollte es einen Verdachtsfall aufgrund eines positiven Selbsttests in einer Lerngruppe geben, ziehen wir allerdings auch hier das Sicherheitsnetz enger und erhöhen die Testfrequenz. Es testet sich dann die komplette Klasse – auch die Geimpften und Genesenen - an fünf Schultagen hintereinander zu Hause. Die Testkits werden von der Schule gestellt. Alle negativ getesteten und symptomfreien Schülerinnen und Schüler bleiben im Regelfall im Präsenzunterricht, eine Kontaktnachverfolgung im schulischen Kontext kann dann entfallen. Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die in Quarantäne müssen, kann so erheblich verringert werden.

Um das Eintragen von Infektionen in die Schulen durch externe Personen so gut wie möglich zu verhindern, werden wir auch hier die Sicherheitsvorkehrungen erhöhen. Veranstaltungen wie Adventsfeiern, Weihnachtskonzerte, Theateraufführungen usw. können stattfinden, allerdings ohne externe Besucherinnen und Besucher. Dazu gehören auch Eltern und andere Angehörige. Wir ziehen damit für den Schulbereich schon jetzt strengere Regelungen ein, als sie in anderen Bereichen derzeit noch üblich sind. Damit wollen wir kleinschrittige Anpassungen in den nächsten Tagen und Wochen vermeiden und den Schulen mehr Planungssicherheit geben.

Mit Blick auf das erhöhte Infektionsrisiko bei mehrtägigen Schulfahrten mit Übernachtungen kommen wir nicht umhin, diese bis zum Ende des laufenden Schulhalbjahres zu untersagen. Auch eine Verlängerung dieser Maßgabe bis zu den Osterferien scheint derzeit nicht ausgeschlossen, wir überprüfen das fortwährend. Das Verbot soll nicht länger als nötig gelten, gleichwohl aber so lange, wie die Sicherheit es erfordert. Möglich bleiben weiterhin Tagesfahrten und Exkursionen ohne Übernachtung. Auch hier ist es aber geboten, den pädagogischen Nutzen und das Infektionsrisiko vor Ort kritisch gegeneinander abzuwägen.

Die Frage nach einem früheren Beginn der Weihnachtsferien, die aktuell in vielen Medien kursiert, kann ich Ihnen heute noch nicht beantworten, ich halte eine Entscheidung darüber zum jetzigen Zeitpunkt auch für verfrüht. Es gilt, so umfassend wie nur irgendwie möglich Präsenzunterricht anzubieten, da zählt im Zweifel jeder einzelne Schultag. Sollte das Infektionsgeschehen hier eine andere Entscheidung notwendig machen, werden wir Sie rechtzeitig Anfang Dezember darüber informieren.

Ich wünsche uns allen, dass wir gemeinsam gut durch den Winter kommen und die Schulen von weiteren Einschränkungen verschont bleiben können! Haben Sie herzlichen Dank für Ihre Unterstützung in der Umsetzung der notwendigen Maßnahmen, Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag! Alles Gute für Sie und bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

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