Post aus dem Kultusministerium

MK

Liebe Schülerinnen und Schüler,

wenn ein Schuljahr endet – und noch dazu so ein ungewöhnliches, in besonderem Maße herausforderndes wie dieses -, dann ist es an der Zeit für ein Resümee. In zahlreichen Gesprächen, vielen Briefen und Mails sowie bei Besuchen vor Ort in den Schulen haben mir Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler von ihren Eindrücken und Erfahrungen berichtet und mir differenzierte Rückmeldungen zum vergangenen Jahr gegeben. Sie alle haben damit einen wertvollen Beitrag zu unseren Überlegungen für das kommende Schuljahr geleistet, dafür bedanke ich mich herzlich.

Vor einigen Wochen hatte ich Sie zu einer Schüler:innenkonferenz eingeladen, um mit Ihnen gemeinsam Ideen zur Bildung der Zukunft zu sammeln und zu diskutieren. Statt einer Konferenz wie ursprünglich geplant waren es schlussendlich dreizehn Runden mit etwa 300 überaus motivierten Schülerinnen und Schülern aller Schulformen ab Klasse 5. Die Anmeldezahlen waren überwältigend, noch beeindruckender waren aber die Beiträge der Teilnehmenden, die ihre Ideen zu einer guten Bildung der Zukunft selbstbewusst und sehr differenziert vortrugen und sich darüber mit anderen austauschten. Diese Diskussionsrunden sind eine große Bereicherung meiner Arbeit und ich nehme die Ergebnisse sehr ernst. Wer sonst könnte mir Antworten auf die Fragen „Wie geht es Kindern und Jugendlichen jetzt?“ und „Was wünschen sich Schülerinnen und Schüler für die Zukunft?“ geben, wenn nicht Sie als Betroffene und damit wahre Expertinnen und Experten. Die Ergebnisse der Schüler:innenkonferenzen werden im Laufe der Sommerferien auf der Website www.bildung2040.de zu sehen sein.

Wir nehmen sie mit in unsere Überlegungen und beziehen sie in unsere Arbeit weiter mit ein. Bei aller Vielfalt der angesprochenen Themen, Wünsche und Ideen in den Gesprächen und Zuschriften wurde doch immer wieder deutlich, welchen Wert Schule gerade als sozialer Ort hat und wie wichtig Präsenzunterricht und gemeinsames Lernen ist. Schule ist eben weit mehr als Wissenserwerb – das zieht sich wie ein „roter Faden“ durch die Debatte und ist deshalb auch die Grundlage für unser Aktionsprogramm „Startklar in die Zukunft“. Auch die Idee, in der Umsetzung des Programms den Schulen vor Ort möglichst viel Flexibilität und Spielraum zu geben und bedarfsgerechte und passgenaue Lösungen zu ermöglichen, ist eine Ableitung aus den Rückmeldungen, die wir von Ihnen sowie von Eltern, Lehrkräften und Schulleitungen erhalten haben. Weil die Situation überall unterschiedlich ist, unterstützen wir die Schulen dabei, passende Lösungen für ihre Schülerinnen und Schüler zu finden. Sie erhalten dafür u. a. mehr Budget und mehr Personal und können die Stundenpläne flexibel gestalten. Auch Sie bzw. Ihre Schüler:innenvertretungen sind hier gefragt: Bringen Sie sich ein, gestalten Sie mit – dass Sie gute Ideen haben, haben Sie längst bewiesen!

Wir arbeiten im Ministerium aktuell mit Hochdruck an der Umsetzung des Programms, genau wie die Schulträger, die für die Ausstattung der Schulen zuständig sind. Gleichzeitig behalten wir das Infektionsgeschehen im Blick und beraten uns regelmäßig mit Fachleuten über die erforderlichen Maßnahmen für einen sicheren Schulbetrieb im kommenden Schuljahr. Wir setzen weiterhin auf Präsenzunterricht im Szenario A, das bleibt unser erklärtes Ziel.

Dafür ist es wichtig, dass sich sehr viele Menschen impfen lassen. Ab sofort ist das im Impfzentrum auch ohne Impftermin möglich. Die Wahl des Impfzentrums ist dabei nicht abhängig vom Wohnort. Um schnell und verlässlich zu einer Impfung zu kommen, ist aber auch weiterhin die Terminvereinbarung über das Impfportal Niedersachsen, telefonisch über die Hotline 0800 99 88 665 oder über Ihren Hausarzt bzw. Ihre Hausärztin möglich. Angesichts der steigenden Infektionszahlen gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann ich Ihnen nur dringend ans Herz legen, sich selbst durch eine Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf nach Covid-19-Infektion zu schützen. Auch das Risiko, andere Personen anzustecken, wird durch eine Impfung nachweislich minimiert. Sie tragen mit einer Impfung also dazu bei, dass das Leben für alle wieder ein bisschen einfacher und „normaler“ werden kann.

Ich wünsche Ihnen nun von Herzen schöne und erholsame Sommerferien! Lassen Sie ein wenig „die Seele baumeln“, tanken Sie Kraft und Energie wieder auf und genießen Sie die freie Zeit nach diesem anstrengenden und entbehrungsreichen Jahr! Sie haben viel geleistet, darauf können Sie zu Recht stolz sein! Alles Gute für Sie und bleiben Sie bitte gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

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