Post aus dem MK

MK

Liebe Schülerinnen und Schüler,

ich möchte Sie heute gerne über das weitere Vorgehen ab der kommenden Woche informieren. Wie in meinem letzten Brief angekündigt, haben wir die Rückmeldungen der Schulen zu den Testungen intensiv ausgewertet und kommen zu folgenden Ergebnissen:

  • Durch die regelmäßigen Testungen im schulischen Kontext konnten bis dahin unentdeckte Infektionen gefunden und vor allem Infektionsketten frühzeitig unterbrochen werden. Regelmäßiges Testen erweist sich damit als weiterer sinnvoller Baustein für mehr Sicherheit in der Schule. Vielen Dank, dass Sie sich so zuverlässig daran beteiligen!
  • Bei den entdeckten Infektionen handelt es sich um einzelne oder wenige Personen je betroffener Schule. Es gibt keine Hinweise auf ein überproportionales Infektionsgeschehen oder gar Spreader-Events in Schulen. Die Infektionsschutzmaßnahmen zeigen also Wirkung, sie werden deshalb in vollem Umfang beibehalten. Schulen sind sichere Orte.
  • Die insgesamt äußerst geringe Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die von der Möglichkeit der Befreiung vom Präsenzunterricht Gebrauch machen, zeigt sehr deutlich, dass insgesamt großes Vertrauen in die getroffenen Maßnahmen und ihre gute und verlässliche Umsetzung in der Schule besteht.
  • Die zeitgerechte Belieferung mit ausreichend Testkits konnte durch die Ausweitung der Logistikkapazitäten nachgebessert werden und funktioniert nun mit wenigen Ausnahmen verlässlich und weitgehend reibungslos. In den nächsten Wochen soll die Logistik so ausgebaut werden, dass jeweils am Mittwoch zwei Testkits pro Person für die darauffolgende Woche vorliegen.

Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse können wir nun verantwortungsvoll den nächsten Schritt hin zu mehr Präsenzunterricht gehen. Wir wollen mehr Schülerinnen und Schüler wieder nach Monaten des Distanzunterrichts in die Schule zurückholen, das ist dringend notwendig. Dabei bleiben wir aber vorsichtig und landesweit vorerst im Szenario B, selbst wenn der regionale Inzidenzwert unter 100 liegt.

Tabelle

Für die Schulen in Niedersachsen bedeutet das ab dem 10. Mai 2021 folgendes: Jahrgang 4 der Grundschulen Abschlussklassen (inkl. Jahrgang 12 und abschlussrelevante Bildungsangebote der BBSen), Förderschulen GE/KME/Hören/Sehen, Tagesbildungsstätten unabhängig von der Inzidenz Szenario B Alle anderen Schulformen und Jahrgänge Inzidenz unter 165 Szenario B Inzidenz über 165 Szenario C Ein Szenarienwechsel erfolgt durch Allgemeinverfügung des Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt, wenn der Grenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten bzw. an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten wird. Es bleibt dabei, dass die zuständigen Behörden vor Ort strengere Maßnahmen erlassen können, wenn es aus ihrer Sicht notwendig erscheint.

Viele Schülerinnen und Schüler sind durch die Pandemie in Sorge um ihre Zukunft, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich versichere Ihnen aber, dass wir alles dafür tun, dass diese Sorge unberechtigt ist. Niemand muss Angst um seine Abschlussprüfungen haben, niemand muss fürchten, zu viel Lernstoff verpasst zu haben, um seine Schullaufbahn erfolgreich absolvieren zu können. Eventuelle Lernrückstände müssen nicht „im Schnelldurchgang“ aufgeholt werden, auch die Schulferien bleiben eine Zeit der Erholung und Entspannung. Wir werden in den nächsten Schuljahren dafür sorgen, dass alle notwendigen Inhalte in der Schule erarbeitet werden können und dass diejenigen, die besondere Unterstützung benötigen, diese auch erhalten.

Gleichzeitig diskutieren wir gerade im Projekt „Bildung 2040“ auch über Chancen, die sich aus der Krise für die Schulen der Zukunft ergeben können. Was lernen wir aus dieser Zeit? Was war bei aller Belastung auch positiv? Wie kann es sinnvoll weitergehen? Es ist mir wichtig, bei dieser Diskussion die Sicht der Schülerinnen und Schüler besonders in den Blick zu nehmen. Deshalb lade ich Sie herzlich ein, mir Ihre Ideen dazu mitzuteilen – gerne per Mail an bildung2040@mk.niedersachsen.de oder auch auf Facebook (Bildung 2040) oder Instagram (bildung2040) !

Mir ist sehr bewusst, was Ihnen seit nunmehr über einem Jahr zugemutet wird, und was es vor allem für junge Menschen bedeutet, sich über einen derart langen Zeitraum an strenge Kontaktbeschränkungen zu halten. Haben Sie deshalb ganz herzlichen Dank für Ihren wichtigen Beitrag zur Bewältigung dieser Pandemie! Ich habe die Hoffnung, dass die Impfungen schon bald einen spürbareren Effekt zeigen werden und uns dabei helfen, wieder mehr Normalität zurückzugewinnen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin viel Kraft und Energie bei der Bewältigung aller Herausforderungen. Über die weitere Entwicklung halte ich Sie wie gewohnt auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen

Grant Hendrik Tonne

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