Workshoptage in der DRK Kita Wagenhoff

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Anfang Dezember nahmen die Schüler*innen des 2. Ausbildungsjahr der Berufsfachschule Sozialpädagogische Assistenz vier Tage an unterschiedlichen Praxis-Workshops in der DRK-Kita Wagenhoff teil.

 

Die pädagogische Arbeit in der DRK-Kindertagesstätte Wagenhoff basiert auf dem Prinzip der Reggio–Pädagogik.

Die Einrichtung unter Leitung von Frau Onorato ist seit einigen Jahren Kooperationspartner der BBS 1 Gifhorn. Durch praktisches Handeln mit den Kindern erhalten die Schüler*innen die Möglichkeit zum Thema „Reflexion in der praktischen Ausbildung“ Kenntnisse und Erfahrungen in der Verknüpfung von Theorie und Praxis zu sammeln.

Die Kinder der Einrichtung planten im Vorfeld mit ihren Erzieher*innen den Besuch der Schüler*innen und wählten für die vier Klassen folgende Themen:

  • Licht und Schatten
  • Feuer
  • Wolf
  • Käfergarten

 

Im Folgenden berichten die Schüler*innen selbst kurz über ihre jeweiligen Praxistage.

03.12.19 Thema: Licht und Schatten mit der Klasse SBFSP 2.2

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05.12.19 Thema: Feuer mit der Klasse SBFSP 2.3

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Ein schöner Vormittag in der Kita Wagenhoff

Am 05.12.2019 besuchte unsere Klasse die Kita in Wagenhoff. Wir waren schon sehr gespannt, was uns erwartet, denn diese Kita arbeitet nach dem Prinzip der Reggio-Pädagogik.

Wir wurden freundlich begrüßt von der Leitung der Kita, Frau Angelika Onorato.

Die Kita besteht aus zwei Gruppen, eine davon ist eine Familiengruppe mit insgesamt 26 Kindern. Die Kita nennt sich auch „Piazza del sole“, was „Platz der Sonne“ bedeutet.

Die Kinder haben uns sehr freundlich begrüßt, sind ohne Scheu auf uns zugegangen und haben uns gleich in ihren Gruppenraum mitgenommen. Für uns haben sie das Thema Feuer vorbereitet. Gleich im Morgenkreis wurden Dinge vorgestellt, die mit dem Thema Feuer zu tun hatten. Die Kinder haben zum Beispiel Kerzen mitgebracht, Feuerzeuge, Streichhölzer, Taschenlampen usw. Das wurde uns vorgestellt und wir waren beeindruckt, wie selbstverständlich und selbständig die Kinder mit dem Thema umgehen und sogar Kerzen selbstständig anmachen durften. Die Teilnahme am Morgenkreis war freiwillig, kein Kind wurde gezwungen, sondern eingeladen mitzumachen. Wenn Spielen gerade wichtiger war, durften sie das leise tun. Auch eine ungewöhnliche Situation für uns.

Nach dem Morgenkreis hatten wir die Möglichkeit, uns die Kita anzuschauen. In den Gruppenräumen war eher wenig Spielzeug, vielmehr Naturmaterialien, Vitrinen mit Gegenständen aus dem Wald wie Moos, Stöcker, Blätter, in der die Kinder mit kleinen Tieren spielen konnten. Viele Bastelmaterialien, Schienen aus Holz. In einem Raum war eine kleine Werkstatt mit richtigem Werkzeug. Die Kinder durften Nägel in Bretter hämmern und sich handwerklich austoben. Wir hatten die Möglichkeit, mit den Kindern in einen Dialog zu treten oder auch erstmal eine beobachtende Rolle einzunehmen. Doch die offene, entspannte Art der Kinder hat es uns leicht gemacht, schnell ein Teil des Geschehens zu werden.

Da das Wetter so schön war, sind wir raus auf das sehr schöne Außengelände. Dieses bietet den Kindern viel Platz zum Experimentieren, Forschen und Entdecken. Es gab Schaukeln, Sandkasten, Nass- und Matschbereiche, Klettergerüst und - was besonders großartig war - eine Feuerstelle.

Die Kinder haben für uns Feuer gemacht, wieder sehr selbständig. Mit sprachlicher Anleitung und viel Geduld der Erzieher schafften die Kinder es, das Feuer anzumachen. Es gab viele schöne Momente mit den Kindern am Feuer, es war erstaunlich wie sicher und selbstbewusst sie damit umgegangen sind und wie jeder wusste, wie weit er ans Feuer ran darf. Später haben wir noch Stockbrot gegrillt, eine tolle Erfahrung.

Frau Onorato hat mir erklärt, dass die Form der Arbeit sich wie ein roter Faden durch den Alltag zieht und dass sie immer nach dem gleichen Prinzip vorgeht:

Eindrücke sammeln

Es werden Ideen, Interessen gesammelt, Impulse gegeben und zusammengetragen. Zum Beispiel beim Thema Feuerstelle werden die Kinder eingeladen, erstmal zu schauen, später eingeladen, Holz oder Räucherwerk in das Feuer zu schmeißen und zu beobachten, was passiert.

Wenn die Eindrücke gesättigt sind, kommt das Sortieren der Bedürfnisse und danach die Phase der Auseinandersetzung, was bedeutet, kreativ zu werden, dem Ganzen eine Form zu geben. Die Kinder dürfen sich leiten lassen von ihrem Tun und einfach ausprobieren und schauen was passiert.

Auch die ästhetische Bildung ist ein großes Thema, so werden oft Künstler ins tägliche Tun mit einbezogen oder die Kinder dürfen aus Büchern Bilder nachmalen bzw. abmalen

Insgesamt kamen uns die Kinder ziemlich ausgeglichen vor und irgendwie war es, als hätte die Kita keine Uhr...

Beeindruckt hat uns immer wieder die Geduld der Erzieherinnen, die sich selbst zurückgenommen haben, mit wenig Worten den Kindern zur Seite standen und wie selbständig die Kinder waren, sei es beim Anziehen, Handwerkeln, Basteln oder am Feuer.

Nach einer netten Reflexionsrunde zum Abschluss wurden wir mit vielen positiven Eindrücken entlassen. (Margret Rühling)

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09.12.19 Thema: Wolf mit der Klasse SBFSP 2.1

Wir, die Klasse SBFSP2.1, waren am 09.12.2019 in der Kindertagesstätte in Wagenhoff zu Besuch. Dort durften wir das pädagogische Handlungskonzept „Reggio“ kennenlernen. Die Kita hat sich zusammen mit den Kindern Projekte zum Thema „Die Wölfe“ ausgedacht, welche wir mit ihnen zusammen erleben durften. Die Projekte haben uns das „Bild vom Kind“ in der Reggio-Pädagogik verdeutlicht. Die Klasse dankt dem Einrichtungsteam für die willkommene Aufnahme, den wertvollen pädagogischen Austausch und den Kindern für ihre Offenheit und den herzlichen Empfang. Es war eine tolle Erfahrung für uns alle.

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13.12.19 Thema: Käfergarten mit der Klasse SBFSP 2.4

Am 13.12.19 verbrachten die Schüler*innen der Klasse SBFSP 2.4 einen Tag gemeinsam mit den Kindern der Einrichtung zum Thema „Käfergarten“. Einige Schüler*innen beteiligten sich mit tatkräftiger Unterstützung dabei, den Käfergarten neu zu gestalten, andere stellten gemeinsam mit den Kindern Teig für die Zubereitung von Maisfladen her oder zerteilten gemeinsam Gemüse und wieder andere gingen ganz individuellen Tätigkeiten gemeinsam mit den Kindern nach.

 

Es wurde zusammen am Lagerfeuer gekocht und gegessen. Abschließend gab es für die Schüler*innen eine Reflexionsrunde.

Wir möchten an dieser Stelle der Einrichtung, insbesondere den Kindern und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Offenheit danken!

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Lagerfeuer